Sehenswürdigkeiten in Baranya/Südungarn
Baranya (deutsch Branau), ist das südlichste Komitat (Verwaltungsbezirk) in Ungarn. Der Komitatssitz ist Pecs (Fünfkirchen). Die Stadt besteht als Sopianae schon seit der Römerzeit und gehört seit 2000 zum Weltkulturerbeder UNESCO. Andere historisch bedeutende Städte sind Mohács und Pécsvárad. National wie International bekannt sind ferner die Heilbäder in Harkány,
Szigetvar, Magyarhertelend, Sikonda, Siklos und das Weinbaugebiet Villany ( Weinstrasse ). Das Heilbad und Erlebnisbad in Siklos ist auch empfehlenswert.
Ungarns Süden und sein warmes Klima wird bisweilen mit den Hügeln der Toskana verglichen – mediterrane Pflanzen und warmer Wind, Kultur und alte Burgen, kräftiger Rotwein, Feigen und Edelkastanien. Das Komitat ist auch reich an und Mineralwässern und weist in den Bergen Karsterscheinungen auf.
Auf vielen Kirchtürmen befinden sich Storchennester. Die Bergregionen (höchster Gipfel ist der Zengő mit 684 m) sind großteils mit Laubwald bedeckt. Besonders erwähnenswert sind mehrere ausgedehnte, fast reine Edelkastanien-Wälder, die in dieser Form nur noch an wenigen anderen Orten der Welt zu finden sind (z. B. an den Südhängen des Günser Gebirges in Österreich).
Überblick zu Geschichte und Kultur
600 Jahre nach den Römern gründete König Stephan I. der Heilige das Bistum Pecs. In der Gotik entstand die Kathedrale mit vier sehenswerten Türmen und die erste ungarische Universität unter König Lajos dem Großen. Im Mittelalter entstanden viele Ritterburgen, von denen jene auf dem Berggipfel von Siklós besonders gut erhalten ist. Mit Szigetvár ist der Name Miklos Zrinyi verbunden, dem Verteidiger der Burg in den Türkenkriegen von 1566.
Die Kultur der Renaissance machte Bischof Janus Pannonius heimisch – sichtbar am berühmten Porzellan des Zsolnay-Museums und am Lapidarium im Museumshof. Bis heute bietet die Region zahlreiche Kulturpogramme wie das Landestreffen für Theater in Pecs und verschiedene Sommer-Festivals.